
Die Klosterstraße in Berlin-Mitte zählt zu den ältesten Straßen Berlins.
Sie entstand bei der ersten Stadterweiterung in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, als das ursprüngliche Siedlungsgebiet um die Nikolaikirche vergrößert wurde.
Der Name geht auf ein ehemaliges Franziskanerkloster in der Straße zurück, von dem heute nur die Ruine der Klosterkirche erhalten ist. Nach der Straße ist wiederum das Klosterviertel benannt, in dem sich zahlreiche Berliner Baudenkmäler befanden, die zum Teil auch heute noch erhalten sind. Gleich neben der barocken Parochialkirche steht das Geschäftshaus der Gebrüder Tietz. Erbaut wurde das ehemalige Verwaltungsgebäude 1904 - 1906 vom Architekten Georg Lewy.
Bauherren waren die Brüder Georg und Berthold Tietz.
Ursprünglich war das Gebäude an mehrere Textilfirmen – Zulieferer des großen Kaufhauses am Alexanderplatz - vermietet. Als viergeschossiger Bau mit zwei Innenhöfen ist es ein Beispiel für den Typus des aufkommenden Pfeilerbaus.
Die Gebrüder Tietz gehörten zu den großen Kaufhaus–Dynastien der Weimarer Republik. Hermann Tietz gründete die Kaufhauskette in München, die später ihren Hauptsitz in Köln hatte.
Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz.